Dienstag, 20. Mai 2008

The Airlie Bird catches the worm

10.5.08 (um wiedermal ein Datum zur Orientierung, für mich und für Euch, einzubringen)

Am Nachmittag trudeln wir dann auch ein und betrinken uns spontan und ohne Grund (na gut eigentlich gibt es ja immer einen) am geilen Strand!Gegen 2 Uhr nachts wach ich aus meinem Goonirium auf und beschließe Luke zu suchen um noch bisschen zu tanzen. Endet mit dem Schließen der Clubs und so wanken wir die 15 Minuten zu unserem Büssle. CHRRRRRRPPPÜÜÜÜÜHHH

Da der nächste Tag sehr groggy für alle ist, machen wir nichts ausser vegetieren. Reini erbamt sich dann irgendwann und geht auf die Piste um uns Angebote für die Whitsundays zusammenzutragen. Kommt auch recht bald wieder und hat UNSERE Reise gefunden. Das Schiff heißt Friendship und ist keine schwimmende Partybadewanne sondern ein alter 3-mastiger Schoner in Diensten eines gewissen Massimo, seines Zeichens seit Jahren Koch in verschiedenen italienischen Restaurants. Mjaaam also...!!! Das muss einfach geil werden!

Eungella

Die Timingmonster in Aktion…wir fahren um 9 los, also halb 8 aufstehen! Na klar... Auto springt nicht an, also eh schon ne halbe Std zu spät. Aber n toller Frühsport 6 mal anschieben und dann meint der Kerl,der uns schon 2 mal geholfen hat, er habe ja auch ein Starterkabel...na danke auch! Na und da man ja ohnehin schon zu spät ist, kann man sich auch Zeit lassen...








Effektive Abfahrt dann um 11! Zu 5t im Schuhkarton, mal erkunden wie sich Ölsardinen fühlen. Der kleine schluckt Sprit wie Harald Junke, aber soller doch, hat sichs ja auch verdient!
Der erste Weg zu einem nicen Wasserfall geht prima.



Schmoove 60, während die Kinder hinten ruhig schlafen, oder Bildchen an die Decke kleben. Dreimal darf geraten werden, wer! Luke und ich schnacken genüßlich über alles. Richtig geil, wenn man sich immer was zu sagen hat, aber auch gediegen zusammen s Maul halten kann. Aber cool, der Kleine schafft sogar riesen Stromschnellen, von locker 15 cm Tiefe,
ohne Mucken.
20 Minuten Fußmarsch,





empfohlen festes Schuhwerk und lange Kleidung, aber ach was...FlipFlops und freier Oberkörper tuns auch und sehen besser aus...HeHe Wasser ist sackkalt,










also klettern und neue Welten entdecken (und neue Freunde finden)







Hach ist das so geil über Stock und Stein zu springen. Die Fotos sagen da wohl mehr,als ich jetzt hier noch schreiben kann. Und Motion Trio ist die perfekte










Soundscape zur Landscape. Irgendwann noch Lucy aus Sydney kennengelernt und sie prompt auf unsere Gruppenfotos eingeladen.






Rückweg mit Frisbee spielen verbracht und dann...ja dann kommt der rollende Schuhkarton an seine Grenzen in Form einer 14%igen Steigung. Also alle aussteigen, schieben und dann uphill walken...








ein Glück sind die Ozzis so freundlich und so nehmen uns von 2 Autos, die wir antrampen 2 mit hoch. Der Rest der Fahrt ist dagegen PillePalle und wir kommen letzten Endes am Zeltplatz an. Klassische Arbeitsteilung, die Mädels kochen, die Jungs bauen die Hütten auf, dann essen mit goon Ideen, jetzt noch n Filmchen schauen weiter goonen und dann mal sehen...bis morgen!

Exkurs:

Da beim Zigarette anzünden jedes mal ein Seemann stirbt, wir aber eine Rosenkerze haben, hat diese plötzlich Matrosenaroma. Got it?

Bbbrrrrrrrrr....Was für eine scheißkalte Nacht hier in diesem Nationalpark! Man sieht sogar den Atem...aaahhh!!! Hätte ich wohl doch nicht am Schlafsack sparen sollen...ach was, gelobt sei, was hart macht!!! Außerdem wie war das mit, was nicht umbringt...? Außerdem kann man ja überall powernappen...

So jetzt mal Photos anluren und entscheiden, wo sie in den Blog kommen und bisschen trainieren...bis denn!

Tja manchmal gebraucht man einfach nur die Sprache eines Landes. Da sitzt man am Tisch zu 8t, spricht deutsch, aber in fact kommt keiner gebürtig aus Deutschland. 4 sind aus Russland, 2 Schweizer, 1 Österreicherin und 2 Polen. Witzig! Am nächsten Morgen wecken eben diese 4 Russen Reini und Luke aus dem Schlummerland um wegen Whitsundays Nummern auszutauschen und mitzuteilen, dass der Ranger gefragt hat, was denn mit dem anderen Bus da drüben (unserem Knuffel) sei, weil er sich nicht vorstellen kann, dass da jemand drin schläft...HeHe falsch gedacht!

Die Rückfahrt verlaüft bis auf qualmende Bremsen den Berg von gestern runter ereignislos. Die meisten sind geschlaucht von den Strapazen des Tages und schlafen im Heck des Knuffels. Fuck wir haben keine Platypussies (Schnabeltiere) gesehen. Abends geht man noch zusammen weg, wobei Luke und ich irgendwann durch wasauchimmer von den anderen getrennt werden und erst um 5 zum Bus kommen, wo dann schon 3 Leute drin schlafen. Aber Family-like wird dann zusammengerückt, bzw. sich gedreht und kurzzeitig zu 5!!! mit Gepäck von 5 Leuten in dem kleinen geschlafen. Der ist dann wegen Überfüllung geschlossen und nur für geschlossene Gesellschaft! Geht 1 Stunde nicht gut aber geht und dann fahren Eli und Housi mit dem Greyhound vor nach Airlie Beach um schonmal die Lage zu peilen. Sind uns auch ein bisschen böse, dass wir gestern einfach so verschwunden sind...na da kann man nichts machen...

Wir gen Mackay!

Nein kein Rechtschreibfehler und auch keine miese Gramatik!

Tja ein Satz mit X das war wohl nix!!! Kann und/oder will mich noch nicht von den anderen, vor allem aber Luke trennen. Also sind wir doch wieder zusammen unterwegs die 344 km nach Mackay mit kurzem Halbzeit-Nachtstop in Clairview, weil Reini unbedingt Korallen sehen will, cruisend zu überwinden. Unterwegs macht mich die Unterhaltung die wir über Beziehungen, Fremdgehen, Unaufrichtig sein und der Gleichen ziemlich nachdenklich. Hab ich aus meinen Fehlern in der Vergangenheit nicht genug gelernt! Was ist aus dem Spruch „Geh wenns am schönsten ist!“ geworden? Es klärt sich aber alles, weit über das „schön, dass wir drüber geredet haben“ hinaus und schlägt wieder in ausgelassenes miteinander Herumflachsen und Reini, ob ihrer doch drolligen Art, etwas auf den Arm nehmen um.


Gedankenexkurs Reini:

Pfah (ein österreichisches Geräusch), hör grad Radio Gaga, die Box liegt neben mir, grammelt und dröhnt durch die Nacht, vermischt sich mit dem Tastaturgeklappere, und den vertrauten Stimmen meiner Reisekameraden Luke und Fred. Hock hinten im Heck, den Kopf eingezogen, bin sowas wie der illegale Mitfahrer, the blind Passenger, die Vorhänge ganz zugezogen. Finsternis innen und ausen, allein der Schein des Laptops erhellt das Wageninnere. So bahnt sich der Schuhkarton mit seinen 70km/h langsam den Bruce Highway gen Norden hoch. Druch die pechschwarze Nacht, durch den Wald, nur ab und an überholt uns ein Truck, ein long Vehicle...

Dem Tüchtigen hilft das Glück und so finden wir in dem kleinen Auswuchs neben dem Bruce Highway A1, genannt Clairview, einen kleinen Fleck an dem man für eine Nacht campen darf...wie cool! Also hingestellt und erstmal zum Strand, der aufgrund der steinigen Beschaffenheit, mehr als Rand des Ozeans bezeichnet werden kann. Aber das Meeresrauschen wirkt doch einschläfernd und so sehen wir uns noch kurz Photos an und gehen dann zu Bett. Reini im Zelt und ich und Sir Luke im Camper, der zu 2t fast schon eine gefühlte Präsidentensuite im Ritz ist. Dass Luke um 12 nochmal kurz mit mir hintendrin zur Telefonzelle fährt, krieg ich nur als gerüttelten Traum mit und schlaf deswegen wie ein Baby.

Der nächste Morgen beginnt ganz unscheinbar und gut gelaunt. Doch ungefähr nach einer halben Stunde des Wachseins holt mich das Gespräch von gestern abend, besonders der Punkt mit geh, wenns am schönsten ist, wieder ein. Reini ist irgendwie nicht so gesprächig und der gewohnte Sonnenschein zu mir, wie sonst immer, der Abschied von Eli und Housi fällt mir wieder ein,... Ich hab das Gefühl, dass ich besser doch meiner Wege gehen und meine Reise, wie die Federn aus der Memorykiste von Lukas Exfreundin, die er nachdem das Ende der Beziehung ziemlich unschön gewesen war, in einem Fluß hat davontreiben lassen, weiterfließen lassen sollte, weil das auch Leben immer weiter fließt und neues erleben lässt...

Auch will ich den beiden nicht weiter aufbürden, entweder meinetwegen immer einen Platz mit Campingmöglichkeit suchen zu müssen, oder sich zu dritt in den kleinen Knuffel zwängen zu müssen. Als mich dann aber beide überreden doch weiter mit Ihnen nach Mackey zu fahren, was die vollkommen entgegengesetzte Richtung ist, weil sie mich gerne noch dabei haben wollen, gebe ich mir bis dorthin eine Gnadenfrist. Und wie sich auf der Fahrt sowohl die allgemeine, als auch meine Stimmung erheblich verbessern und wir bald wieder am rumscherzen und Schabernack treiben sind, beschließe ich einfach auf alle schlechten Gedanken zu scheißen und jetzt einfach die Zeit, die mir noch mit den anderen bleibt, in vollen Zügen zu genießen. Was sich als gut herausgestellen sollte.


Angekommen, wie immer erstmal Stadtplan etc. aufgreifen und dekadent mit mit Guakamole, Salat, Gemüse und Fleisch gefüllten Wraps frühstücken. Dann in die Bücherei zum Internet checken und dann die anderen treffen, die sich nach einer ersten Nacht im Fernsehzimmer des Hostels ein schnuckeliges Doppelzimmer (immerhin sind sie ja auch verheiratet) im rustikalen Jugendgefängnissstil für 50$ geleistet haben. Yipeee, saubere Duschen, eine große Küche und neue Leute, die man kennenlernen kann. Das das einen Tequila für 43$ wert ist, bedarf fast keiner großartigen Erwähnung, denke ich!

Meine Fresse, wenn man das hier liest, könnte man meinen, wir werden zu kompletten Alkoholikern, aber wir trinken gar nicht soooo viel! Es gibt da welche, die trinken noch viiiieeeeel mehr als wir. So Gewissen wieder beruhigt und es kann weitergehen!!! Prost!!!


Der Abend verlagert sich nach Leerung des Kaktusgetränks und einer netten Einladung zu einem kurzen aber gemütlichen Sit-in auf der Dachterasse,





der zu geil einschlägt, in die letzte „Disko“ der Stadt, wo man lacht, Billard spielt, gebannt staundend Reinis Tanzstil zum ersten mal erlebt und gegen 3, als der Club zu macht glücklichst schlafen geht...

Der heutige Morgen, ja es ist wahr, ich bin mit dem Schreiben in der Gegenwart angelangt, lässt mich unweigerlich an den umwerfenden Morgen auf Fraser denken. Die Nacht im Camper war eng,kurz aber, bis auf für Reini, die in Lukas und meinem Achselgeruch schlafen musste, sehr erquicklich. Obwohl Reini gerade erwähnt hat, dass sie auch das klasse fand, da sie ihre Freunde einfach gern nah um sich hat. Ich mein, das hab ich ja auch, aber alles hat seine Grenzen...HeHe

Was wir gestern beim Parken,natürlich im Dunkeln, nicht gesehen haben, war, dass unser Parkplatz ungefähr 15 Meter von einer Hochhausbaustelle entfernt war. Naja was das für die Art des Aufwachens bedeutet, ist wohl klar...RATTERRATTER BENGBENG DONGDONGDONG KREISCH SCHREI LECK MICH AM ARSCH BRÜLL...

um nur mal einen Bruchteil dieser Industriekakophonie zu verbalisieren.

Trotzdem kann die Sonne, die mir aus dem Arsch scheint durchaus mit der realen konkurieren und so beschliess ich zum 50 Meter entfernten Fluss zu gehen um mir ein sonniges Plätzchen zu suchen. Gesucht, gefunden, ist da ein sonnenüberfluteter Pavillion mit traumhaftem Ausblick über das durch die Gezeiten fast leere Flussbett. (Siehe Foto)




Das ganze mit der akustischen Untermalung von Commons neustem Album bläht mich auf mit einem guten Gefühl sonders Gleichen auf und ich beschließe nach kurzem Genießen und den ersten Trainingseinheiten, dass ich dieses Gefühl gerade mit meinen beiden Buddies teilen muss und schlendere groovend zurück zum Schuhkarton. Luke, nicht so ganz der morgenaktive Mensch schält sich nach einem Feld blumiger Worte und 5 Minuten aus seiner Koje und muss angekommen nur zustimmen, das es hier incredibly awesome ist. Gemeinsam wird dann der Körper tanzend, liegestützend, etc. ertüchtigt und Musik und Sonne genossen. Wieder am Büssle angekommen ist Reini verschwunden, taucht aber kurz darauf wieder auf. Dann zum Frühstücken, oder besser gesagt brunchen, wie immer, weil is ja Urlaub. Ein bisschen im Hostel chillen und planen, was man so machen könnte, dann wird sich aufgeteilt. Housi bleibt im Hostel und schläft noch ne Runde, Luke bekommt die ehrenvolle Aufgabe sich beim Tourist-Office über die morgige Tour in den Nationalpark zu informieren und die Mädels und ich gehen auf Op-shop (Second-Handshop) jagt. Ist generell ein Tag der allgemeinen Nachdenklichkeit und Zurückgezogenheit der alle wieder bei sich selbst hat ankommen lässt.

Jeder macht das was er will und so wird der gestrige Tag, der bei allen, wie sich jetzt herausstellt scheiße war, ordentlich verarbeitet und man trifft sich erst wieder in der Herberge. Housi meditiert auf der Dachterasse als wir alle zurückkommen. Dann packen die einen schonmal Zeug für morgen, die anderen planen die weitere Nahrungsversorgung, Luke den den Trip für morgen und ich sitz auf der Terasse im Hostel, in dem ich nicht mal wohne und mime den Barden unserer Gefolgschaft, der die einzigartige Geschichte der tapferen Recken und Prinzessinen aus dem 3-Ländereck im Zentrum Europas für die Nachwelt festhält und in ohrgerechte Häppchen bringt...

UP TO DATE DIE 2TE ! ! !

Montag, 19. Mai 2008

Auf nach Fuckhampton

3.5.08


Auf der Fahrt kurz nach dem ausgesprochenen Wunsch etwas zu knabbern zu haben, sehen wir am Straßenrand einen Obst- und Gemüsestand gegen „freiwillige Spende“ also bei uns mit selbst errechnetem Backpackerrabatt 10$, wos von Äpfeln über Ananas und Melonen über Süßkartoffeln, Salat bis hin zu Erdnüssen alles gibt...Danke sehr!!!

Ja wie erwartet sind wir gegen 10 da, bauen das Zelt auf und fangen unverzüglich an, dem Bundi zu huldigen...Lecker!!!

Gegen 12 rufen Eli und Housi an, weils der Greyhound auch schon geschafft hat anzukommen. Prinzipiell rasen die ja wie die Verrückten, machen aber halt auch mehr Stops als wir, die wir nur mit schmooven 70 das Land durchcruisen. Mir ist das ja egal, lieg eh meistens hinten auf der Liegefläche und schreibe, powernappe oder schnack mit den beiden vorne.

Hach könnt mich schon dran gewöhnen, hier so zu reisen und ultra-low-budget (entweder bei Luke und Reini im Bus, siehe Photo von Maroochy, irgendwo wildcampend vor einer Pferderennbahn, einem Fussballfeld oder mit dem Schlafsack auf irgendeiner Parkbank, ner Wiese oder whereever.

Eli und Housi huldigen auch schon und bald spielt das Zelt das Lied vom Schlaf...

Am nächsten Morgen ein ausgiebiges Frühstück mit Obst, Haferflocken, etc.unter der Hauptbrücke Fuckhamptons...dann der obligatorische erste Weg zum Tourist-Information Centre, wegen kostenlosen Karten und Infos über die Häufig- und Gefährlichkeit von Krokodilen.

Einen netten Zeltplatz gefunden, zu dritt reingeschlappt um für Eli und Housi einen Zeltplatz zu buchen und den wohl unfreundlichsten Australier getroffen. Von wegen wir wollen ihn abrippen, da nur 2 von uns zahlen und der Rest von uns die sanitären Einrichtungen nutzt (ich mein stimmt ja, hatten wir vor, aber Hallo n bisschen freundlicher geht das schon...hat denn sogar den 2 Mädels nicht erlaubt auf Toilette zu gehen und das ist schon lausig! HHHanyway Fuck you very much and a fucked up day, prick!...dann ein Bier im Bush Inn, bekannt für seine geilen Steaks (Fuckhampton Fleischhauptstadt Australiens und so...) trotzdem keins gegessen, weil die anderen nicht wollten und allein essen einfach nicht schmeckt, und 4 Stunden da drin gechillt, da Aircon und gemütlich.

Abends dann 5 Backpackersterne Dinner am Flußufer des Fitzroy Rivers. Später wieder in der Nähe der Pferderennbahn, allerdings etwas versteckter, da das ja verboten ist, fast mitten im Busch unser Lager augeschlagen und goonisch abgefeiert bis die Lichter der Reihe nach bei allen ausgingen und wiedermal nur Eli und ich draußen saßen und noch ne Stunde in einen Schlafsack gekuschelt, über Beziehungen, Sex, und andere Dinge des Lebens philosophiert haben...Tut gut!!! Fühl mich eh schon fast wie ein kleiner Beziehungsberater, weil die letzten 3 Jahre schon unglaublich viel bereitgehalten haben und mich haben lernen lassen. Da gabs schon bahnbrechende Ausschläge in beide Seiten...Can’t have light without darkness und so...fuck it ich habs trotzdem versucht und werds weiter tun, auf der Suche nach ewiger Liebe und Glückseligkeit...Ja ja ich weiß da kommt der Hippy wiedermal durch...aber H to the Izzo!!!

Period!!! Gute Nacht!!!

Der nächste Tag steht, nach einem kurzen, morgentlichen und sehr netten Besuch der örtlichen Polizei an unserem wilden Campingplatz, der uns alle nichts destotrotz für einen Moment schwitzen lässt, im Zeichen der Vorbereitungen für die Flucht aus Fucky. Laptop aufladen, letzte Bilder schießen und selbige austauschen (mittlerweile über 10 GB ! ! !), da zumindest ich die Gruppe ihrer Wege ziehen lasse, da mein geiler Camper in Brissie auf mich wartet...









Und so am Samstag, dem 3.5. (also am nächsten Tag, für die Freunde einer lückenlosen Chronologie) beschließen wir weiterzufahren um Gladstone zu überspringen und Rockhampton, dass wir später in Fuckhampton umbenennen, einen Besuch abzustatten.

So sagen wir Kev, Gatt und Keila adieu, tauschen Nummern aus, da ich wenn ich am Di meinen Camper geholt habe und wieder gen Norden durchstarte, unbedingt nochmal zum Partymachen in Rocky bei den dreien reinscheien soll...Na das mach ich doch glatt und schließe mit dem weisen Satz: Nimm jede Party mit, Du weißt nicht wie viele Du noch erlebst!

Oh schon wieder viertel nach 4! Na dann kommen wir halt wiedermal im Dunkeln an...langsam sind wirs ja gewohnt...HeHe

1770 Agnes Water

(Nein, nicht 4711 Kölnisch Wasser)

Fr 2.5.


Ja das mit dem supreme Lockermachen hat jetzt nicht so geklappt, wie geplant. War n stressiger Tag, (naja so stressig halt ein Tag in diesem verschlafenen Nest sein kann) weil wir alle rumgerannt sind um auszuchecken, ob man hier, ebensogut aber billiger als auf den Whitsundays tauchen und schnorcheln kann. Je nach dem ob wir dann was finden, hätten Eli und Housi ihre Weiterfahrt mit dem Greyhound gecanceled. Also hin und her und hin und her und das ganze unter Zeitdruck...Baaah what a Drag!!! Eigentlich wollten Reini und Luke heute früh die Zeltplatzzeche, die der Ranger jeden Morgen zwischen 7 und 9 eintreibt prellen, aber der gute Kuffelbus war da, aufgrund mangelden Benzins, anderer Meinung. Aber naja 5Bucks sind jetzt auch nicht die Welt...

Zwar gibt es hier die Lady Musgrave Island, einem der südlichen Ausleger des Great Barrier Reefs, auf der das Zelten auch nur 4,50$ pro Nacht kostet, aber es gibt nur eine Fähre und diese Monopolistenschweine wollen 160$ E I N F A C H ! ! !

Man kann zwar eine Tour für den selben Preis machen, wo man auf einer riesen Touribadewanne, zugegeben mit Glasboden und einem Gang unter der Wasseroberfläche, (also eigentlich schon sehr nice, aber es geht hier ums Prinzip), 8 Stunden lang durch die Gegend gefahren wird, aber da das Geld zunehmend knapper wird, fällt das flach. Und der „Geheimtip“ der 2 wahnsinnig netten, älteren Ladies in der Tourist-information wollte günstige 200$ pro Nase...Na, da nehm ich doch 2 mal...

Dann wollten wir Low-budget-mäßig einfach an den Hafen und irgendeinen Kapitän fragen, ob er uns rüberfährt, aber da wir alle Hunger hatten, fiel auch das flach...also flux was futtern und dann schön mit vollem Magen an den Strand und die letzten Sonnenstrahlen einfangen. Reini ganz in ihrem Element tanzt durch den knarzenden, ja knarzenden Sand und wir klettern zusammen auf einen Felsen, der ins Meer ragt und genießen den Wind zwischen unseren Fingern und alles um uns herum.

Eli und Housi canceln nun doch ihren Bus und gehen zurück zum Zelt, Luke und ich krabbeln nochmal auf den Felsen und quatschen über verflossene Lieben und andere Männerdinge...

Die Nudeln mit geratenen Zuchinis und Zwiebeln, Knofi waren wie immer ein Hochgenuß und wurden gourmetisch abgerundet durch einen feinen Salat mit selbstgekauftem Thousand Islands Dressing. Und nun erkunden wir das einmalige Nachtleben von Agnes Water, ja ich denke der Name wird Programm sein, aber einen Versuch ists wert, also BIER in der örtlichen Taverne!

Na wir sind ja ganz schön weit gekommen...immerhin 4 Meter zu unseren Nachbarn Kev, Gatt und dessen Freundin Keila, und Rocky dem Hund. Eigentlich nur um sie zu fragen, ob sie uns begleiten, doch kaum hatten wir gefragt, hatten wir auch schon ein kuehles Bierchen in die Hand gedrückt bekommen und man stieß auf gute Nachbarschaft an. Na denn...Nasdrowie, Prost, Cheers!!! Nach so einer nedden Begrüßung bleibt man dann doch gerne hängen und genießt unter den Sternen, an den Van gelehnt gemütlich, die laue Abendluft und den langsam aufkommenden Rausch. Im Hintergrund gemütliche Musik aus aller Welt und dem Autoradio und Gatt lässt uns an seinen Träumen, einen Monat lang Europa zu bereisen teilhaben. Witzig, dass junge Menschen überall auf der Welt telweise das gleiche vom Reisen und von anderen Ländern erwarten...

Exkurs Reini:

Was wuenscht Du Dir?

Gastfreundschaft, nette Menschen, lauschige Gespraeche. Das Gefuehl in der Welt zu Hause zu sein, genau das was wir somit right here, right now erleben.

Wo kann ich unterschreiben?

Kev und ich philosophieren derweil über die Güte des Bundaberg Rums, der aber auch wirklich lecker ist. Da kann Havanna Club mal getrost einpacken...diese Süße, dieser reife erdige Geschmack, der tief in den Hals hineinragt, mit Coke und Limette ein Traum...leider haben wir keine Limetten...aber trotzdem schmackhaft!

Leider ist das Problem von leckeren Dingen häufig jenes, dass sie schnell leer sind und so müssen wir irgendwann auf Keilas miiieeeeesen Wein umsteigen. Naja gesegnet sei, was voll macht.

Obwohl manchmal auch nicht. Irgendwann ruft Gatt uns hinter den Van wo kurz davor Keila hingegangen war um sich die Getränke des Abends nochmal durch des Kopf gehen zu lassen, weil sie unkontrolliert hyperventiliert und Verkrampfungen hat, die einem epileptischen Anfall erschreckend ähnlich sehen. Gatt nennt uns den englisch-lateinischen Fachbegriff für ihr Leiden, der uns aber auch nicht weiterhilft und so legen wir sie erstmal in stabile Seitenlage und versuchen sie ruhig zu halten, während Gatt verzweifelt versucht ihre Mutter zu erreichen um zu fragen, was zu tun ist. Doktor Reini und Pfleger Fred verabreichen zunächst Rescue-Drops, decken Sie zu, tupfen die Stirn mit Eiswürfeln ab und behalten den Puls im Auge (was mit einem ordentlichen Vollrausch so einfach gar nicht ist...lecksch mi am Arsch). Nach der längsten Dreiviertelstunde meines Lebens beginnt Keila langsam wieder gleichmäßig zu atmen und schläft letzten Endes in Gatts Armen ein, der sich tausendmal bedankt und uns „Legends“ nennt. Aber sind wir nicht alle fuer einander da? Sind wir nicht alle Brueder und Schwestern? (frage von Reini!)

Derweil haben wir auch die Schweizer, die schon in die Taverne vorgegangen waren, angerufen, auf dass sie noch einen Bundi mitbringen, der in der Bar nur 2 Dollar teuerer ist, als im Bottleshop. Was für ein verrücktes Land...Was für eine Bigotterie!!! Teuer, aber dann überall gleich teuer...


Lange überlebt dieses Leckerli aber auch nicht, was man auch an der abnehmenden Besetzung unserer Runde sieht. Auch ich döse mal kurz mit dem Kopf auf Reinis Schoß ein und erwache 10 Minuten später von gehässigem Gelächter meiner schadenfroh und gnadenlos betrunkenen Freunde.











Irgendwann sitzt man dann nurmehr zu zweit draußen und findet zur ungemeinen Freude noch ein einsames verlassenes Bierchen, dass man natürlich sogleich von seiner Not erlöst...kurz darauf merkt man, dass man trotz aller Entwicklungstände doch nur ein instinktreduziertes Tier ist, was einem aber auch erst am nächsten Morgen in vollem Ausmaß bewusst wird...

Ach ja und Alkohol ist zwar keine Entschuldigung, aber eine Erklärung allemal...

So endlich up 2 date. Bin jetzt auf der Fahrt nach Town of 1770 ungefähr auf halber Strecke von Hervey nach Rockhampton. Ein kleines verschlafenes Städtchen, dessen kleine Berühmtheit daher rührt, dass man hier wohl abseits von großem Menschentrubel sehr gemütlich surfen und sich supreme lockermachen kann...

...well, we’ll see...